Häufige Fragen

Wie ist das mit dem Klo?

An jedem Waldplatz befinden sich gekennzeichnete “Klobäume”, hier wird natürlich nicht gespielt. Für die Kinder stellt das Pieseln im Freien kein Problem dar. Das An- und Ausziehen beherrschen die Kinder nach einiger Zeit meist selbstständig. Das große Geschäft, kommt sehr selten vor und wird dann vergraben oder mit Hundebeuteln entsorgt. Magen-Darm Erkrankungen werden im Waldkindergarten so gut wie gar nicht verbreitet, da es zu keiner Schmierinfektion kommt. Nach dem Geschäft werden die Hände am Wasserkanister gewaschen. Wenn mal etwas in die Hose geht, oder ein Kind gewickelt werden muss, haben wir alles dabei -bei kalten Temperaturen gehen wir zum umziehen in die beheizte Schutzhütte. 

Frieren die Kinder denn nicht?

DSCN0587Die Waldkinder haben natürlich an das Wetter angepasste Kleidung an. Im Winter sind sie mit Wollhosen und mehreren Kleidungsschichten ausgestattet, was die Wärme besser speichert. Schnee- und Matschhosen schützen vor Kälte und Nässe, die richtigen Handschuhe halten auch beim Schneemann bauen die Finger warm. Durch die viele Bewegung sind die Kinder von Innen gewärmt. Friert ein Kind, suchen wir die warme Hütte auf. Im Winter brotzeiten wir fast immer dort.

Wie wird mit Gefahren umgegangen?

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Der Freiraum ist im Waldkindergarten weit gesteckt, die Kinder dürfen auf Kletterbäume kraxeln, mit Werkzeug und Schnitzmessern hantieren und nach Zäunen sucht man bei uns vergeblich. Kinder müssen lernen, in einem geschützten Rahmen mit Gefahren umzugehen, da es in jedem Lebensbereich zu gefährlichen Situationen kommen kann. Je mehr man etwas kennt und weiß wie man damit umgeht, desto weniger passiert. Die Waldregeln werden regelmäßig durchgenommen und wiederholt: Wer schnitzt der sitzt, nur in Sichtweite spielen, keine Dinge aus dem Wald essen…Durch die tägliche Übung werden die Kinder in ihrem Handeln sicherer. Unser Team frischt alle zwei Jahre den 1.Hilfe Kurs am Kind auf.

Wie ist das mit den Zecken?

Es kann schon mal vorkommen, dass Kinder Zecken mit nach Hause bringen. Das Risiko im Wald ist allerdings deutlich geringer als im Garten, da Zecken sich in Wiesen und Hecken aufhalten. Als Prävention tragen die Kinder immer Kopfbedeckung und langärmlige Kleidung, auch im Sommer. Bestimmte Zeckenabwehr Mittelchen helfen bei dem Einen gut, beim Anderen gar nicht. Am besten sollten die Kinder nach jedem Tag in der Natur auf Zecken abgesucht werden. Sollten wir eine festgebissene Zecke entdecken, informieren wir die Eltern und entfernen diese schnellstmöglich.

Wie werden die Kinder auf die Schule vorbereitet?

20160922_110134Im Grunde genommen ist alles was vor der Schule passiert “Vorschule”. Durch die vielen elementaren Erfahrungen, die die Waldkinder täglich machen: klettern, matschen, balancieren…kann sich das Gehirn richtig entwickeln, denn wie viele Studien und Hirnforscher heute bestätigen: Bewegung ist das Tor zum Lernen! Verbindungen zwischen Synapsen enstehen, sie ermöglichen abstraktes Denken wie lesen, schreiben und rechnen. Ergänzend bieten wir einmal wöchentlich eine “Forscherrunde” an, natürlich nur für die Vorschulkinder. Auf die Kinder abgestimmte Spiele und Angebote, stimmen spielerisch auf den Schulalltag ein: Formen legen, Mengen  erfassen, Buchstaben und Silbenerkennung und vieles mehr. Wichtig ist uns aber, dass die Kinder ausgeglichen und mit Freude an die Arbeit gehen, selbstständig und selbstbewusst sind und sich mit ihren Klassenkameraden arrangieren. Und natürlich: viel in der Natur spielen, experementieren und hautnah Dinge zu be”greifen”. Lehrer bestätigten uns: Waldkinder sind konzentriert, aufmerksam, sehr sozial, sprachlich gewandt, äußerst kreativ, kognitiv und motorisch fit und in ihrem Tun sehr selbstständig. Fazit: Waldkinder werden optimal auf die Schule und das Leben vorbereitet!